Der Neusiedler See im Winter

Das Thermometer zeigte irgendetwas weit unter Null. Den ganzen Tag über schon blinzelte die Sonne durch die Wolken. Ich hatte ein paar Tage zuvor meinen neuen Stativkopf inkl. Wechselplatte bekommen, und ich wollte schon immer ein paar Fotos vom zugefrorenen Neusiedler See machen. Also rasch den Fotorucksack mit Weitwinkelobjektiv und Verlaufsfilter gepackt, schnell noch das Stativ in den Kofferraum geworfen und los ging's.

Am See angekommen wurde ich erstmal für meinen spontanen Aufbruch bestraft. Was sollte jeder Fotograf im Winter dabei haben? Na? Richtig! Handschuhe. Die fehlten mir nämlich bei dem eisigen Wind der am See unerbittlich wehte. Egal. So eine Chance bekommt man nicht so schnell wieder. (Spätestens im nächsten Winter)

Ich machte ein paar Fotos und beobachtete wie die Sonne sich langsam Richtung Horizont schob. Leider viel zu langsam. Meine Hände waren schon durchgefroren, und ich hatte mich noch dazu irgendwie beim hantieren mit dem Stativ in den Finger geschnitten. So stand ich zitternd hinter Kamera und bemühte mich mit tränenden Augen ein paar Bilder zu machen. Der Steg und der Leuchtturm hatten es mir besonders angetan. Das Eis glänzte im Gegenlicht und die Wolken zeigten ihre tollsten Formationen.

Nach knapp 2 Stunden in der eisigen Natur, brauchte ich erstmal die ganze Heimfahrt um wieder aufzutauen. Die Kamera habe ich daheim fürs Erste im Rucksack gelassen damit sie sich langsam von der Kälte erholen konnte.

Gelohnt hat sich der kurze Ausflug auf jeden Fall. Ich habe einiges dazugelernt, und nicht nur das man sich im Winter richtig warm anziehen sollte. ;)

16022012 6917

Pir 16022012 6919

Pir 16022012 6992

Pir 16022012 6930

Pir 16022012 6955

Pir 16022012 6964

Pir 16022012 6947

Pir 16022012 6940